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Badeanzug auch für Herren ....

Hier meine Kurzgeschichte: Guten Tag, ich heiße Detlef, alias Cooldetta, bin ein 60jähriger Mann und in Berlin zuhause. Vor über dreißig Jahren war mir als damals noch Jugendlicher so ein Einteiler in die Hände geraten. Mehr aus Neugier hatte ich das Teil angezogen. Ich erinnere mich noch, dass der Badeanzug sehr eng war, wie eine zweite Haut passte und sich sehr angenehm trug. Jedenfalls muss ich mich darin sehr wohlgefühlt haben, denn anschließend kaufte ich mir jede Menge dieser Badeanzüge. Aktuell besitze ich etwa ein Dutzend, darunter vier Anzüge aus Neoprene (auch einen "rubber race suit"), die ich wegen des tollen feeling sehr gern trage. Warum ich dieses Kleidungsstück so schätze, kann ich objektiv gar nicht beschreiben. Diese Teile finde ich einfach schön - und das kann ja wohl keine Menschenseele stören ... Wie seid Ihr zum Badeanzug gekommen ? Bitte schreibt es ins FORUM oder sendet mir eine Mail, dann erscheint Euer Bericht hier auf einer Extra-Seite. Herzlichst, Euer Cooldetta

Badeanzüge sind auch für Herren da !

Weshalb tragen Männer denn auch Damen - Badeanzüge? In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts trugen Männer obligatorisch Badeanzüge; erst später setzte sich dann die Badehose durch. Badeanzüge sollten als geschlechtsneutrale Kleidungsstücke angesehen werden, denn schließlich tragen Frauen auch Hosen, Hemden, ja sogar Krawatten, also alles ursprünglich Herren-Bekleidung. Die stets so verfochtene Gleichberechtigung (Grundgesetz der BRD) muss auch gelten, wenn es um Badeanzüge geht. Man(n) fühlt sich wohl im Badeanzug, ein gutes Tragegefühl! Mit einem Badeanzug ist Man(n) vollständig angezogen. Ein Badeanzug sitzt einfach besser als eine Badehose und kann auch beim Kunst- bzw. Wasserspringen nicht verloren gehen. Badeanzüge sehen einfach besser aus, sind oft farbenfroher und besser geschnitten. Badeanzüge (einteilige) sitzen besser als Badehosen, denn nichts kann "verrutschen". Zudem verbergen sie leichte Figurprobleme und schützen besser vor Sonnenbrand. Fazit: Badeanzüge sind Unisex-Kleidungsstücke für Damen und Herren! ABER: Badeanzüge mit Körbchen und/oder Röckchen bzw. Korsage sollten den Damen vorbehalten bleiben !

Der Badeanzug*

Ein Badeanzug ist ein Kleidungsstück, das beim Baden und Schwimmen getragen wird. Er bedeckt weitestgehend den ganzen Oberkörper und hat Öffnungen für Beine, Arme und Hals. Ein zweiteiliger Badeanzug für Frauen wird als Bikini bezeichnet. Männer tragen in der Regel Badehosen oder Badeshorts. Im Leistungssport sind Badeanzüge bei Männern und Frauen weit verbreitet, die zum Teil lange Ärmel und Beine haben. Einige Hersteller bieten solche Badenanzüge ausdrücklich unisex für Männer und Frauen an, andere Hersteller differenzieren Männer- und Frauenmodelle. Unter dem Namen Bodyskin wurde von der Marke Speedo ein Badeanzug mit spezieller Oberflächenstrruktur entwickelt, der einen geringeren Wasserwiderstand erzeugen soll und speziell an Sportler im Hochleistungsbereich adressiert ist. Unter muslimischen Frauen findet mit dem sogenannten Burqini ein Ganzkörper-Badeanzug Verbreitung, der es diesen Frauen erlaubt, trotz strenger religiöser Normen in Anwesenheit von Männern baden zu gehen.

Die Badebekleidung*

Als Badebekleidung bezeichnet man Kleidungsstücke, die zum Schwimmen bzw. Baden entworfen und getragen werden. Bis zum frühen 19. Jahrhundert wurde nur nach Geschlechtern getrennt gebadet. Das Bad im Meer als Freizeitvergnügen fand, ähnlich wie die meisten Breitensportarten, erst im Verlauf des 19. Jahrhunderts allgemeine Verbreitung. Durch die Schwierigkeit, im Wasser die Geschlechter voneinander getrennt zu halten, wurde Badebekleidung nun erstmals überhaupt nötig. Die frühen Badeanzüge bestanden aus Woll- oder Baumwollstoff oder Trikot, der im nassen Zustand schwer ist und nur langsam trocknet. Der Stoff besteht daher heute meistens aus Nylon.

Badekleidung für beide Geschlechter.
Obwohl sie bei Frauen öfter anzutreffen sind, werden Badekappen sowohl von Männern als auch Frauen getragen. Dies ist zum einen auf die frisurschützende Funktion einer Bademütze und zum anderem auf die in wenigen Bädern noch immer vorherrschende Pflicht zum Tragen einer solchen Kopfbedeckung zurückzuführen. Während Männer bei Schwimmwettbewerben oft mit rasiertem Schädel antreten, verwenden Frauen ebenfalls eng anliegende Badekappen. Badeschuhe, meist in Form von Sandalen, dienen im Schwimmbad als Schutz vor Fußpilzerkrankungen, am steinigen Strand hingegen eher der Vorbeugung vor Fußverletzungen. Hier werden sie oft auch während des Schwimmens anbehalten.

Badekleidung für Frauen.
Ganzkörperbedeckung war zu Beginn des öffentlichen Badebetriebes für Frauen und Mädchen Pflicht. Erst nach und nach wurde das Zeigen von Bein toleriert. Des Öfteren mussten Damen wegen zu schwerer Badekleidung gerettet werden. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts gab es in den Städten geschlossene Badeanstalten für Frauen. Gebadet wurde hier in der Unterkleidung: einem „Beinkleid“, der Frühform der weiblichen Unterhose, einem Leibchen und mit Strümpfen. Um 1850 gab es erste „Badekleider“ aus Perkal, Flanell oder Serge. Darunter wurde das „Beinkleid“ getragen. Etwa 1880 wurden die Badekleider kürzer. 1903 gab es dann die ersten Badeanzüge aus Woll- und Baumwolltrikot, eingeführt durch die amerikanische Schwimmerin Annette Kellerman. Diese Einteiler wurden jedoch erst in den 20er Jahren wirklich populär. In vielen Badenanstalten mussten die Frauen darüber jedoch noch einen Rock tragen, damit nicht zuviel Bein zu sehen war. Ab 1928 durfte beim Baden etwas mehr Haut gezeigt werden; in den USA gab es die ersten zweiteiligen Badeanzüge, bestehend aus Pumphose und hemdartigem Oberteil. Schon 1926 waren bei einer Modenschau in Berlin Badeanzüge für Frauen gezeigt worden, die für damalige Verhältnisse sehr freizügig waren. Konservativen Kreisen war die neue Bademode allerdings ein Dorn im Auge; sie sah die Moral in Gefahr. Und so griff die Regierung 1932 mit dem so genannten Zwickelerlass ein, der festlegte, welche Teile des Körpers beim Baden zu verhüllen waren. Typische Badebekleidung für Frauen des 20. Jahrhunderts ist ein Badeanzug (einteilig) und seit den 1950er Jahren ein Bikini (zweiteilig). Statt Woll- oder Baumwollstoff wurde nun Nylon verarbeitet. In der heutigen Zeit gibt es Badeanzüge und Bikinis nicht nur in den unterschiedlichsten Farben, sondern auch ihr Aussehen und die Form des Zuschnitts kann sehr variieren. Zudem gewinnt eine Bikiniart aus Brasilien bei Frauen, die ihre Figur betonen wollen, zunehmend an Beliebtheit: der String-Bikini. Hier wird die Hose durch einen Stringtanga ersetzt. Badeanzüge sind am Urlaubsstrand unter nord- und mitteleuropäischen Frauen eher rückläufig, werden jedoch wegen des Vorteils, dass die Haut größtenteils verdeckt wird, unter Sonnenschutzgesichtspunkten auch teilweise wieder gerne getragen. Außerdem lässt sich damit die Figur formen. Ältere Frauen tragen den Anzug oft noch aus moralischen Gründen. Bei Schwimmwettbewerben werden spezielle Ganzkörperbadeanzüge bevorzugt, die eine bessere Wasserschlüpfrigkeit garantieren. In den letzten Jahren haben sich in der Bademode gegenläufige Entwicklungen abgezeichnet. Zum einen setzten sich zunehmend knappere Bikiniformen durch. Nachdem Tanga- und Stringbikini vor allem in den USA und Lateinamerika Popularität erlangten, zeichnet sich mit dem Microkini oder auch Fio Dental aus Brasilien kommend ein neuer Trend sowie der nächste Schritt zur Verringerung des Textilanteils ab. In islamischen Ländern gibt es mittlerweile auch Badeanzüge, so genannte Haschema oder sportlichere Burqini, die den Körper der Frauen ausreichend verhüllen, so wie es die religiösen Vorschriften verlangen.

Badekleidung für Männer.
Männer nutzen meist Badehosen, obwohl es durchaus auch Badeanzüge für Männer gibt und gab. Die Badehose hat sich der Bequemlichkeit wegen durchgesetzt. Bis ins 19. Jahrhundert war Badekleidung für Männer jedoch gar kein Thema. Männer badeten in separaten Badeanstalten nackt oder in Unterwäsche. Um 1900 kamen einteilige Badeanzüge mit kurzen Beinen aus gestreiftem Trikot auf. In den 1920er Jahren traten dann sehr knappe Badehosen für Männer auf, so genannte Dreiecksbadehosen, die vielfach als skandalös betrachtet wurden. Der Badestring findet seit Ende der 1990er Jahre immer mehr Verbreitung. In den USA wurden in den 30er Jahren die ersten Badehosen mit Gürtel getragen. Mitte der 1950er Jahre wurden in den USA sehr kurze, eng anliegende Badehosen populär. In den letzten Jahrzehnten haben sich bei Männern Badeshorts (auch trunks genannt) durchgesetzt. Diese stammen ursprünglich aus der Surfkultur und wurden bei der Ausübung dieses Sports getragen. Vor allem Wettkampf- und Profischwimmer nutzen auch einteilige Ganzkörperbadeanzüge, die aufgrund ihrer glatten Oberfläche den Wasserwiderstand vermindern und damit die Schwimmgeschwindigkeit erhöhen können, was bei Wettbewerben den Sieg bedeuten kann. Diese Anzüge sind jedoch selten aus reinem Nylon, sondern beinhalten meistens auch den Kunststoff Neopren, da die Oberfläche bei diesem Stoff noch geringeren Widerstand ermöglicht.


*) © zum nachfolgenden Text = Wikipedia-Lexikon.





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